Stadtteile

Frankfurt hat 46 Stadtteile. Für Besucher:innen sind sechs Quartiere besonders relevant — von der Apfelweinwirtschaft in Sachsenhausen bis zur Vielfalt im Bahnhofsviertel.

Sachsenhausen

Südlich des Mains, der traditionelle Apfelwein-Bezirk. Alt-Sachsenhausen mit Klaa Schwätzer, Solzergasse und den klassischen Wirtschaften (Wagner, Atschel, Adolf Wagner) ist die Apfelweinwirtschaft-Adresse. Direkt am Mainufer liegt das Museumsufer mit Städel und Liebieghaus. Wohnlich gemischt: das Sachsenhäuser Hauptstraße-Viertel ist gehoben, die Bereiche um den Lokalbahnhof studentisch.

Bornheim

Östlich der Innenstadt. Die Berger Straße ist die längste Einkaufs- und Restaurantstraße Frankfurts (rund 2 km). Bornheim ist seit den 1980er-Jahren Hippie-/Alternativ-Bezirk geblieben — heute mit Cafés, kleinen Buchhandlungen und der Frankfurter Apfelwein-Lounge. Familiärer als Sachsenhausen, weniger touristisch.

Bockenheim

Westen, rund um die Bockenheimer Warte. Heimat der Goethe-Universität (Hauptcampus jetzt am Westend, aber kulturell weiterhin verbunden). Türkische und multikulturelle Lebensmittel­geschäfte am Leipziger Straße, viele günstige Restaurants. Studentisch-bohème.

Nordend

Bürgerlicher Wohnbezirk nördlich der Konstablerwache. Altbauten aus der Gründerzeit, Kindergärten, Bio-Supermärkte. Das "Friedberger Platz"-Areal mit dem Freitagabend-Markt ist Treffpunkt der jungen Frankfurter Mittelschicht.

Westend

Westlich des Hauptbahnhofs, rund um den Palmengarten und Grüneburgpark. Eines der teuersten Wohnviertel Deutschlands. Villen, Botschaften, Konsulate und die Goethe-Universität (Campus Westend, der ehemalige IG-Farben-Sitz). Für Besucher:innen wegen des Palmengartens und ruhiger Spaziergänge interessant.

Bahnhofsviertel

Östlich des Hauptbahnhofs — das Frankfurter Klein-Istanbul. Im 19. Jahrhundert geplant für die internationale Klientel des Bahnhofs, heute Schmelztiegel aus türkischer, indischer, äthiopischer, vietnamesischer und arabischer Gastronomie. Der nördliche Teil (Münchener Straße, Kaiserstraße) ist die Frankfurter Drogenszene und entsprechend nachts heikel — der südliche Teil ist Restaurant-Hochburg. Tagsüber jederzeit besuchbar, abends mit Vorsicht.

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